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MP3-Sticks und das leise bye bye

Samstag, 14. August 2010

Hach, erinnern wir uns zurück: vor rund einer Dekade kamen sie auf, die MP3-Player im USB-Stick-Format. Sie kamen daher mit 128 oder 256 MB, einem kleinen Display, einem geringen Gewicht und herrlich kompakten Maßen. Man bespielte sie, packte sie in die Brusttasche des Hemdes oder an eine Halskette, fertig. OK, sie waren lahm, USB 1.1 eben, aber bei 256 MB war das ja nicht wahnsinnig relevant.
Und heute? Sie haben 2 oder 4 GB, das reicht locker für eine Zugfahrt durch ganz Deutschland, sind aber immernoch extrem langsam. Ich sitze hier gerade mit einem “Renkforce S30″ (23€) vor den üblichen Benchmarks – und schüttle frustriert den Kopf. Der Player der Eigenmarke von “Conrad” kommt selbst in synthetischen Tests nicht über 5 MB/s be ider Schreib- und Lesegeschwindigkeit, das wäre ja noch passabel, in der Praxis aber versagt das hübsche kleine Ding: 1,1 MB/s – anno 2010 eine Zumutung! Selbst billige USB-Sticks erreichen 20 MB/s beim Lesen und wenigstens mal 6 oder 7 MB/s beim Schreiben – warum nicht auch die MP3-Sticks?

Man könnte jetzt natürlich sagen, dass man sich ja einen anderen Stick kaufen könnte, aber Intenso, Odys, Technaxx, Trekstore und Co. sind auch keine Offenbahrung, mal sind 2, mal 3 MB/s drin – für 3 oder 4 Alben seines persönlichen Lieblingsinterpreten in gescheiter Qualität werden also auch unter Optimalbedingungen 15 bis 20 Minuten gebraucht, um den S30 randvoll zu hauen gar eine geschlagene Stunde – das kann man nicht gutheißen.

Man könnte jetzt natürlich sagen, dass man sich ja einen anderen Player-Typ holen kaufen könnte, einen dieser unzähligen Würfel oder so einen mit einem Farbdisplay, aber diese Lieblingsspielzeuge der Teenager (achten Sie mal im ÖPNV darauf!) sind auch kaum schneller, zudem auch noch unpraktischer: Stromverbrauch & Gewicht sind wichtig Aspakte, das USB-Kabel empfinde ich als unnötig, und auf einem 4-cm-Display will ich mir weder Bilder noch Videos ansehen, ich will einfach nur MP3s hören. Praktische Aspekte zählen aber scheinbar bei den Herstellens und Konsumenten kaum noch, daher sterben die MP3-Sticks auch langsam aus. Vor Jahren hatten alle namhaften noch Sticks im Portfolio, heute bekommt man diese Oldies kaum noch, Samsung und Co. haben diesen Sektor den Low-Cost-Schmieden (Renkforce, NTP, Difrnce, Denver, Herllo Kitty-Schrott und Co.) überlassen – peinlich und ärgerlich!

Wer keinen iPod hat und auch keinen will, ist halt doof, oder wie?

MFG IVI

Sarkasmus ist …

Donnerstag, 17. September 2009

… wenn Du dann noch feststellst, dass es keine DVD war, sondern ein Cam-Mitschnitt.

MFG IVI

Chemiestudenten …

Mittwoch, 08. Juli 2009

Es gibt in der Leipziger Studentenclublandschaft einen Club, der schon über 25 existiert, der ein Klassiker ist, ein gemütlicher Ort, wo ich viele schöne Abende verbracht habe, dessen Personal ich seit langem kenne und wo eigentlich (fast) immer alles glatt lief. Doch die junge Besatzung steuert das alten Schiff gen Skylla und Charybdis.

Mitte Mai wurde in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk eine Wohnheim-Party veranstaltet, es gab Gutscheine für Neueingezogene, es gab eine Tombola, Leckeres vom Grill und alkoholische Flüssigkeiten in Mengen. Da nun natürlich die Lärmschutzbestimmungen beachtet werden sollten, wurde gesagt: “Klar, ab 22 Uhr machen wir leiser”. Um kurz nach halb 1 wandelte ich zum Veranstalter und machte ihn auf sein Versprechen aufmerksam.  Sogleich fing er an zu jammern, dass die Party doch auch fürs Wohnheim wäre, dass ihn die Beschwerden ankotzen würden, dass es doch nur ein mal im Jahr vorkommen würde und überhaupt, der Club mache ja so viel fürs Wohnheim. Wie so üblich waren zu dieser Zeit nur noch die Stammgäste da, alle natürlich gut abgefüllt, die Clubmitgliede ebenso, laut am Gröhlen, die Musik machte Unterhaltungen auf mehr als 50cm Distanz unmöglich- kein Wunder also, dass es Beschwerden gb und kaum ein Wohnheimler Bock hatte, die Veranstaltung zu besuchen, auch weil ein simples Steak in Toastbrot 2€ kostete (EK = 70 Cent).

Es dauerte nicht lang, da veranstaltete der Club zusammen mit der Fakultät eine abermalige Party. Das Schema wurde beibehalten, nur eben ohne Gutscheine und Tombola, also  nur mit Saufen und Fressen, dafür aber mit einer noch lauteren Anlage. Von mittags halb 2 bis nachts um 2 ging die “Party”, natürlich wieder mit Gröhlen, Alkoholleichen und vielen Beschwerden. Die Unterhaltungsdistanz lag bei geschätzten 10cm.

Wiederum vergingen nur wenige Wochen und es fand eine Doktorantenfeier statt, direkt im und am Club. Die Lautstärke war abermals mehr als  unangenehm und als halb 1 Uhr nachts Blitzknalle flogen undSilvesterraketen abhoben, auf Fensterbrettern des WHs explodierten, rief ich die Polizei an. Ich war nicht der erste oder einzige, der dies tat, dennoch erschien die Polizei nicht. Bis halb 3 wurde heftig gefeiert.

Eine Woche später feierte ein Doktorant eine Privatparty im und am Club, bis zu 30 Gäste waren da, des nächstens halb 3 schlurfte ich hinaus und beschwerte mich nachdrücklich. Es war kein einziges Clubmitglied da, die waren auf Sauftour, pardon “Clubfahrt”.

Die beim StWL eingegangenen Beschwerden und Schilderungen sorgten schnell für einen bösen Brief, die Stellungnahme des Clubchefs zeugteaber nicht von Einsicht, sondern von einem Igoranzniveau unglaublicher Höhe. Ihm seien keine Beschwerden bekannt, es würde alles normal laufen. Also wenn man denkt, dass Silvesterfeuerwerk, welches am WH gezündet wird, eine Soundanlage, die weithin über die Party hinaus zu hören ist und bis weit nach Mitternacht gröhlende Stammgäste “normal” sind, dann sorgt man sich natürlich um den Geisteszustand der Verantwortlichen.

Seit letztem Jahr spart der Club einen ganzen Haufen Geld, weil das StWL viele Kosten übernimmt. Die Verkaufspreise des Clubs steigen permanent, der Alkohollevel der Mitglieder, auch des Ausschankes, wird ganz bewusst und permanent in unschöne Höhen getrieben. Der Club hat nicht einen Cent fürs WH gesponsored, tut aber doch sooo viel für die über 400 Mieter.

Am gestrigen Abend wurde nun zum x-ten Male bis weit nach Mitternacht rumgelärmt, Anwohner beschwerten sich über die Lärm- und Geruchsbelästigung (Grill, Rauch, Gras) und was wetten Sie, dass die Clubmitglieder samt Chef, der eh in einer eigenen Sphäre schwebt, von nix wissen werden? Früher gab es mal die Regel, dass jeder nur ein Jahr Chef, Kasse und Lager spielt, aber da der Lagerchef regelmäßig im Lager nächtigt, vom PC, samt Bier, bleibt er Chef, über Jahre hinweg. Die alte Besatzung unterhält nur noch Minimalkontakte zu neue, lässt sich kaum mehr sehen, viele ältere Semester reiben sich verwundert die Augen,was beim Club so “abgeht” und ich … tja, ich habe wieder was gelernt: lass nie im Geiste infantile ans Steuer eines Traditionskahns.

MFG IVI

Terminator Salvation – schnelle Erlösung

Mittwoch, 10. Juni 2009

Der Film im Kino, das Spiel auf der Zockerkiste – die Logik ist simpel und wenig verblüffend. Und “simpel” scheint auch das Motto des Spiels zu sein.

Aller Anfang ist … einfach!
Das Alter Ego auf Schirm ist John Connor, dessen Steuerung sehr spartanisch ist, es braucht nicht einmal eine Taste fürs Springen. Nachtsichtgerät, Feuer-Modi, ducken, schleichen, rennen – all dies gibt es nicht. Die logische Konsequenz daraus: man wird nicht warm mit dem Avatar, nicht mit der Steuerung, man fühlt sich permanent eingeengt.

Der Weg ist das Ziel?
Verlaufen kann man sich nicht, denn der Weg ist vorgegeben. Man ballert sich also nur von Szene zu Szene, geht hinter allerlei Objekten in Deckung, schießt, läd nach, geht weiter zum nächten Kampfschauplatz. Klingt eher wie ein interaktiver Film im Stile von Rebel Assault? Jo, ist es auch, nur eben mit rudimentärer Bewegungsfreiheit.

With a little help of my friends …
Sie kämpfen quasi nie allein, immer sind ein bis 4 Leute an Ihrer Seite. Die bewegen sich ganz nett, haben aber kein Zielwasser getrunken, sodass sie eher als Ablenkung fungieren. Ins Gras beißen sie nie, denn die Gegner sind so intelligent wie eine Schreibmaschine: es läuft ein simples Programm, was Worte wie “Attacke!” oder “Umzingeln” oder “Schleichen” etc. nicht kennt. Auf mehr oder minder großen Plätzen finden ewig lange Schusswechsel statt, denen man in sicherer Deckung auch gern mal eine halbe Stunde zusehen kann – einfach weil es geht, nicht weil es “toll” oder “sinnvoll” oder “spannend” ist. Man knallt dem Gegner eine Granate über, da beißen alle bis auf den Hunter Killer ins Endostahlgrad.

7 Gigabyte für ein Halleluja
Die Entwicklung oblag den GRIN Studios, Equity Games und Evolved Games sind die Publisher, Warner Bros. Interactive macht den Vertrieb und Rechteinhaber Halycon soll auch nicht unerwähnt bleiben. Zu jedem Beteiligten gibt’s ein Intro-Video, jedes mal beim Spielstart. Insgesamt muss man 6 mal klicken, bis man ins Spielmenu kommt. 6 – genau so viele Gegnertypen gibt es. Denn neben den T600, den Gummihaut-T600, den Spinnen, dem “Hunter Killer”, den Motorad-Terminatoren und den Wespen gibt es nix anderes. Der Harvester spielt nur eine Nebenrolle, einen T800 oder T1000 oder T-X sucht man vergebens. Einerseits will sich das Spiel an Zeit und Film orientieren, andererseits ist die Story auf Daily-Soap-Niveau, Krativität fehlt. Apropos vergebens: auch bei den Waffentypen wird man auf der Suche nach “Mehr” nicht fündig: Sturmgewehr, MG, Shotgun, Bazooka und Granatenwerfer gibt’s als Primärwaffen. Handgranate und Rohrbombe kompletieren das spätliche Arsenal. Die “5″ begleitet den Spieler bis zum Ende des Spiels, dieses kommt nämlich nach gerade einmal rund 5 Spielstunden. Kaum ist man im Spiel, ist es auch schon zu Ende – ohne furioses Finale, ohne Abwechslung, ohne Dramatik.

schnelle Erlösung
Der Spieler gewöht sich schnell an die Steuerung, ans nicht abwechslungsreiche Spiel, an die Gegner, die faulen Kameraden und daher kann man sehr wohl von einer “Erlösung” sprechen. Mein Tipp: leihen Sie sich das Spielchen für einen Nachmittag aus oder kaufen Sie sich eine gescheite Pizza, da bekommen Sie mehr “Spaß” fürs Geld.

MFG IVI

neulich in der Verwaltung

Freitag, 24. April 2009

Nehmen wir mal an, es gäbe da einen Politologen aus L., dieser arbeitet für eben diese Stadt an einem Projekt, das Konzept der Städtepartnerschaften mal so richtig auszubauen. Ziel ist es, die Vorlage an den Oberbürgermeister möglichst schmackhaft zu gestalten. Das Projekt an sich ist nicht kompliziert, es geht um die Präsentation der Partnerstädte im Stadtbild, um unzählige Aktionen, um Tourismus, die vielen Vereine, den Kultur- und Wirtschaftsstandort L., halt darum, die Potenziale wirklich mal auszunutzen. Der Politologe Arbeitet hierfür für ein Referat, welches sich für die europäische und internationale Zusammenarbeit stark macht. Anfang April ging es los, er sollte konkrete Pläne auf Basis von Best Practices anführen, die Forderungen darstellen, die Gliederung des Antrages und die Begründungen ausarbeiten. Nach 4 Tagen war er damit fertig.
Der zu erarbeitende Teil des REIZ bestand darin, 6 bis 8 Sätze über die aktuelle Situation und den Grund, warum das Konzept so wichtig ist, zu verfassen. Das Referat nahm sich hierfür eine Woche Zeit (“jeden Tag einen Satz”). Nach dieser einen Woche war jedoch nichts passiert. Auch 3 weitere Tage später war kein Ton zu hören, kein Satz zu lesen. Darauf hin entschied der Geschäftsführer der Fraktion, dass der Politologe sich darum kümmern solle. Da der Politologe dies bereits ahnte, brauchte er nicht einmal eine Stunde, um die Arbeit des REIZ zu erledigen.
Nach zwo geplatzten Terminen begab sich der Politologe einfach direkt in die Höhle des Löwens, legte seine Ausarbeitung vor und bat um schnellstmögliches Feedback, bis Ende April muss der Antrag eingereicht werden, viel Zeit bleibt also nicht. Das Feedback wurde versprochen, am 20. April wolle man sich melden. Der Geschätfsführer meinte sogleich “Aha, also frühestens 22. April”. Am 22. April allerdings war ja Stadtratssitung mit dem Tagesordnungspunkt #8: die Wahl des Beigeordneten für Kultur (“Kulturbürgermeister”). Auf den Tag genau 63 Jahre nach der Vereinigung von SPD und KPD gelang den beiden roten Fraktionen im Stadtrat ein Husarenritt: der Kandidat der LINKEN wurde gewählt, nur ein Abgeordneter enthielt sich, nur einer stimmte für den Kandiaten der GRÜNEN (welcher von FDP und CDU unterstützt wurde). Dieslag auch daran, dass die SPD am Vortag ALLE Ausschüsse und Sitzungen kurzfristig absagte und die Fraktion extrem auf den Kandidaten einschwor.
Doch zurück zum REIZ: am 23. April wurde ein Gesprächstermin vereinbart, am 24. April um 11 Uhr solle das Konzept besprochen werden. Der Politologe hätte gemütlich übers Wochenende, nachdem er die Wirtschaftskonfeenz am Samstag überlebt hat, die Wünsche des REIZ beachten und den Antrag an den OBM prinzipiell fertigstellen können.
24.04.2009, 09:25, Anruf aus der Fraktion: “Das REIZ lässt sich entschuldigen, Kannst Du bitte einen Termin für Montag machen?”
24.04.2009, 09:28, Anruf ins REIZ: “Wie schaut’s aus? – Aha, 27.04. um 13 Uhr? Na OK”

Tja, da sitzt er wieder, der Politologe, und wartet, dass sich mal was tut. Im Hinterkopf hat er schon einen Satz: “Aufgrund massivem Personalsmangels und Überlastug des Referats, wird die letztmalige Verlängerung der Antragsfrist zur Vorlage des Antrages 40x beim OBM für den 30.05.2009 beantragt.” … grmpf!

MFG IVI

Neckermann sucht Arbeitskräfte…

Mittwoch, 31. Oktober 2007

… und zwar welche mit Augen im Kopf

Online einkaufen ist toll! Direkt schaun, wie ein Produkt aussieht, gleich wissen, ob es noch verfügbar ist, sich keine Sorgen um Wetter und Zeit machen.

Ende 2005:
bestellt: ein blaues Langarmhemd
bekommen: ein rotes Kurzarmhemd

Mitte 2006:
bestellt: ein weißes City-Hemd
bekommen: ein mit Pajetten besetzten rotbraunen Rock, Größe XXXXXL

Anfang 2007:
bestellt: ein weißes City-Hemd, Größe 8
bekommen: ein weißes City-Hemd, Größ 2 (ging nicht mal über die Oberarme)

… und heute?
bestellt: schwarze Buntfaltenhose mit Nadelstreifen, U26
bekommen: leichte braune Jeans, Größe 20

Und das “lustige” ist: auf der Verpackung steht jedes mal komplett das richtige, also das, was bestellt wurde (was vor allem bei dem Rock ein Brüller war, denn ein Blinder sieht, dass das kein weißes Hemd ist).

Ich lasse mal außen vor, dass es mir schon passiert ist, dass ich eine “Nach”lieferung vor der eigentlichen Lieferung bekommen habe und die Kleidergrößen teils total irre sind (vor Jahren mal eine dunkelrote Cargo-Hose Gr. 9 bestellt … da passten mein Vater und ich rein … und es ging noch 4 Nummern größer, aber nur 3 kleiner).

Also, sollten SIE Augen im Kopf haben und auch wissen, wie man diese benutzt, dann fragen SIE einfach mal bei Neckermann an. Die Jobs im Lager und in der Verpackungsabteilung werden ja sogar ganz gut bezahlt.

MFG neckerIVIann

Re-Design und Umbau

Montag, 11. Juni 2007

Nach nun über drei Jahren wurde es aber auch mal Zeit, oder? ;)

Es gibt noch viel zu tun, die ganzen Inhalte müssen portiert werden, dazu eine gescheite Struktur geschaffen … es kann sich nur um Jahre handeln, bis das erledigt ist *gg*

Inhaltlich ändert sich übrigens nichts! Es bleibt bei PoWi, Philo, KMW, Sozio, Computer und Satire – man darf sich ja treu bleiben.

MFG IVI

Impressum

Montag, 01. Januar 2007

da -> Impressum