{"id":126,"date":"2011-01-25T20:20:44","date_gmt":"2011-01-25T19:20:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.marokratie.de\/?p=126"},"modified":"2011-01-31T21:48:30","modified_gmt":"2011-01-31T20:48:30","slug":"kratzen-an-zu-guttenberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.marokratie.de\/?p=126","title":{"rendered":"Kratzen an zu Guttenberg"},"content":{"rendered":"<p>Der Aufstieg des telegenen, charismatischen, dynamischen, jungen Adligen, der einen neuen Politikstil verk\u00f6rpern und f\u00fcr frischen Wind soll, kann der Cheffin nat\u00fcrlich nur solange gefallen, solange sie nicht pl\u00f6tzlich in seinem Schatten steht. Merkel hat mit ihrer Politik des schlichten Phrasendreschen, des Ins-Messer-Laufen-Lassens von Parteikollegen und des Irgendwie-alles-darstellen-Wollens prinzipiell zwo Gegner: 1. den aufgekl\u00e4rten B\u00fcrger und 2. einen Charismatiker &#8211; wie eben zu Guttenberg. Es ist nicht so, dass zG bis dato irgendetwas geleistet h\u00e4tte, er eine imponierende Vita vorlegen k\u00f6nnte, sich jemals f\u00fcr irgendetwas einsetzen musste, es ist noch immer ein R\u00e4tsel, wie er \u00fcberhaupt in die F\u00fchrungselite empordringen konnte, aber das macht in der Mediokratie von heute ja nichts, denn hier z\u00e4hlt das Image, die Optik, also die Verpackung, nicht aber der Inhalt.<\/p>\n<p>Der <a href=\"http:\/\/www.google.de\/#hl=de&amp;q=Afghanistan+Franz+Josef+Jung&amp;aq=f&amp;aqi=&amp;aql=&amp;oq=&amp;fp=4d9f1e7e21e257ea\" target=\"_blank\">Tanklaster-Skandal<\/a> von Afghanistan bedeutete letztlich das Ende der politischen Karriere von zu Guttenbergs Vorg\u00e4nger Franz Josef Jung, der eigentlich schon mit der Aufdeckung des CDU-Parteispendenskandals anno 1999 sich dem\u00fctig samt Kiep, Sch\u00e4uble und Kohl h\u00e4tte hinter Schwedische Gardinen begeben m\u00fcssen, doch an zu Guttenberg prallte fortan jede Kritik ab, besser gesagt: sie glitt ab.<\/p>\n<p>K.T.M. N.J.J.P.F.S. Freiherr zu Guttenberg, ein Experiment der altdeutschen Version des Kevinismus, ist der Medienstar schlechthin. Mit den Hufen scharrend grummeln selbst Lafontaine, Gysi und Zensursula, die ja zu alledem auch keine Steffanie an ihrer Seite haben, und bis dato war das auch gut f\u00fcr die Kanzlerin: Sch\u00e4uble wurde ins Finanzministerium geschoben (mit Geld kennt er sich aus), Zensursula von einer noch weiblicheren Frau ersetzt, die nun auch schwanger ist (fraglich bleibt jedoch, ob es mal 7 Kinder werden) und mit zG wird auch der ewige Rivale Horst Seehofer in mitten seiner CSU gut besch\u00e4ftigt. Alles pro Merkel also, doch zG wurde irgendwann einfach zu popul\u00e4r und da kommt der Gorch-Fock-Skandal nat\u00fcrlich wie gelegen: bei GMX prangt schon die Frage &#8222;Ist zu Guttenberg noch zu halten&#8220;, denn der aktuelle Wehrbericht zeichnet kein gutes Bild \u00fcber die Verfassung der Bundeswehr, und so wird gekratzt, am Strahlemann. Nicht, dass zG rein gar nichts f\u00fcr die Zust\u00e4nde auf der Gorch Fork k\u00f6nne, nicht dass zu Guttenberg noch nichtmal Zeit hatte, auch nur kleinste Dinge innerhalb der Bundeswehr zu \u00e4ndern, aber das macht nichts: die Kanzlerin darf gen\u00fcsslich zuschauen, wie das neue Idol erste medienwirksame Kratzer abbekommt. Vielleicht h\u00e4tte er auch mal ohne Kameras und ohne Steffi die Jungs in Afghanistan besuchen sollen, vielleicht auch mal N\u00e4gel mit K\u00f6pfen produzieren m\u00fcssen, vielleicht der FDP die Idee der Aussetzung der Wehrpflicht nicht in G\u00e4nze stibitzen d\u00fcrfen &#8230; &#8222;Ein Licht ist nur solange im Fokus, solange es Strom bekommt!&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Aufstieg des telegenen, charismatischen, dynamischen, jungen Adligen, der einen neuen Politikstil verk\u00f6rpern und f\u00fcr frischen Wind soll, kann der Cheffin nat\u00fcrlich nur solange gefallen, solange sie nicht pl\u00f6tzlich in <a href=\"https:\/\/www.marokratie.de\/?p=126\" class=\"more-link\">[&hellip;]<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"Layout":"","jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","enabled":false}}},"categories":[6],"tags":[21],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_featured_media_url":"","jetpack-related-posts":[],"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/paSuge-22","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.marokratie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/126"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.marokratie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.marokratie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.marokratie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.marokratie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=126"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.marokratie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/126\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":133,"href":"https:\/\/www.marokratie.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/126\/revisions\/133"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.marokratie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=126"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.marokratie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=126"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.marokratie.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=126"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}