Archiv für die Kategorie ‘Satire’

Wärme im Sommer? Na sowas!

Donnerstag, 15. Juli 2010

Kaum sind es draußen mal 35 °C,  fallen die Klimaanlagen in ICE-Zügen aus.
Kaum sind es draußen mal 35 °C,  schwitzen die Menschen auch im ÖPNV.
Kaum sind es draußen mal 35 °C,  sind Ventilatoren in Baumärkten restlos ausverkauft.
Kaum sind es draußen mal 35 °C,  schieben Krankentransporte und Notärzte Überschichten.

Man könnte glatt meinen, die Menschen des Informationszeitalters wüssten nicht, dass es im Sommer elendig heiß werden kann.

Sommer ’85: IVI brät auf Rügen, der Sand ist so heiß, dass man kaum auf ihm barfuß laufen kann.
Sommer ’88: IVI brät auf dem Balkon bei 35 °C im Schatten
Sommer ’91: IVI brät in der Sächsischen Schweiz bei 35°C im Schatten auf der Bastei.
Sommer ’99: IVI brät in seinem Auto im Stau, Schatten gibt’s nicht, runde 50 °C sind es im dunkelroten Renault.
Sommer ’03: IVI brät sechs Wochen am Stück.
Sommer ’06: IVI brät beim Public Viewing.
Sommer ’08: IVI brät natürlich mal wieder, besonders ungünstig, da Abschlussprüfungszeit ist.

Ist mein Gedächtnis nicht von den -20 °C des letzten Winters gefrostet wurden? Wohl aber das der meisten Menschen des Sommermärchen-Landes? Mein Running-Gag im Winter, wann immer es in Gesprächen um die tiefen Temperaturen gng, war folgende Aussage: “Ich habe extra beim meteorologischen Institut angerufen und die meinten doch tatsächlich, dass es im Winter “verdammt kalt” werden kann! Wahnsinn, oder?” Den Gag spare ich mir für den diesjährigen Sommer, weil ich einfach keine Lust mehr habe, die Menschen in irgendeiner Form darauf hinzuweisen, dass “Sonne” nun mal “Hitze” bedeutet. Was erwarten die BürgerInnen des Landes eigentlich? Pralle Sonne bei 25 °C und die Wassertemperaturen der Badeseen und Freibäden in der gleichen Region? “Es giert der Mensch nach Wärme, so er friert. Es giert Selbiger nach Abkühlung,  so der Schweiße läuft.”

Ich hab in den ’80ern schon in Autos gesessen, in denen es im Hochsommer fast 60 °C waren – warum sollte das heute anders sein? Noch dazu, da das Interieur ja schlauer Weise nur noch die Farben Schwarz, Anthrazit & Dunkelgrau kennt. Wo sind die silbernen Sitzbezüge? Wo die terracotta-farbenen Armaturenbretter? Wo die ocker-farbenen Lenkräder und die weißen Schaltknüppel? Wenn Sie komplett schwarz gekleidet durch die Mittagssonne laufen, sich dann über die Temperatur der Kleidung beschweren, zeigt man Ihnen zu Recht den Vogel. Wenn Sie in Bus und Bahn, in PKW und auf Parkbänken sich über die enormen Oberflächentemperaturen mokieren, stimmt man Ihnen mit Sicherheit deutlichst zu.

Letzten Montag wagte ich es, zu einem Baumark zu fahren, ein Standventilator mit Fernbedienung war Objekt meiner Begierde. Es waren flockige 36 °C im Schatten und über 50 in der Sonne – das war scheinbar auch der Klimaanlage im Bus der Leipziger Verkehrsbetriebe zu viel, denn wälzte nur noch die heiße Luft um, aus den zwo (!) angeklappten Fenster kam natürlich auch kein frischer Wind. Noch bevor ich an der Zielhaltstelle angekommen war,  verließ ich den Bus, um Luft ringend, setzte mich unter eine Kastanie und benützte intensiv meinen Aufklappfächer. Die kleinen Kinder, die älteren Damen und noch älteren Herren, die im Bus verbleiben mussten, hatten diese Möglichkeit nicht. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie die sich fühlen mussten. Bei Hitze wird mir einfach nur warm, Fächer & Tücher, dazu ein kühles Malzbier im Rücksack – nicht angenehm, aber ungefährlich. Zwar nervig, aber nicht kritisch. Kaltwasserspender im ÖPNV? Klappfächer im Corparate Design? Funktionierende Klimaanlagen? Zukunftsmusik! Wenn überhaupt, denn gespart werden muss überall – auch beim “Luxus-&-Comfort-Reisen” der Deutschen Bahn. Man sollte den kompletten Bahnvorstand mal in einem Hitze-ICE von Rostock nach Freiburg jagen und die LVB-Bosse mal in einem 50 °C-Bus von Probstheida nach Leutzsch. Wetten, dann würde sich etwas ändern?

MFG IVI

Tausche Hirn gegen Geld

Montag, 01. Februar 2010

Letzten Montag verschlug es mich zu einem Bewerbungsgespräch nach Berlin, ich hatte ein Termin bei „Newi-Code e.V.“ und könnte dort Pharmareferent werden. Ja, ein lügender, menschenfeindlicher Lobbyist – jo, so spielt das Leben.
Nach 45 Minuten monotoner Wartezeit, in welcher ich die Deckenbeleuchtung und das Teppichmuster inspizierte, trat er herein, der Newi-Guru in Weiß, die goldarmbanduhrgewordene Lichtgestalt der Parawissenschaften, der Herr S. Er begann alsbald mir sonderliche Dinge zu erzählen, über die Erfolge der langjährigen Forschung (seit 2006), die Erfolgs- und Zufriedenheitsquote (82,3 %), die Ganzheitlichkeit der Beratung (weniger ans Geld denken, mehr an die Menschen) und letztlich auch über einen sensationellen Nebeneffekt des Newi-Codes: durch die Bildung von Millionen von neuen Hirnzellen und neuronalen Verknüpfungen würde das Kommunikationsproblem zwischen Immunsystem und Limbischen System gelöst – dies könne sogar die Krebsforschung revolutionieren, denn nun könne das Immunsystem den falschen Zellen am falschen Ort ja mitteilen, dass sie aufhören sollen zu existieren.
Eine halbe Stunde lang redeten wir ganz nett, ich versuchte an Infos zu kommen, an Fakten, an Namen, denn genau dies ist sonst nirgends zu bekommen, nicht auf der Homepage, nicht in Foren oder sonst wo im WWW. Ich hatte keinen Erfolg.
Als er kurz den Raum verließ, um ein paar interessante Papiere zu besorgen, dachte ich insgeheim bei mir: „Na, was kommt jetzt? Es handelt sich doch um ein Schneeballsystem? Um reine Kundenanwerbung?“ Doch weit gefehlt: Herr S. legte mir einen Gesellschaftervertrag auf den Tisch, mein jährliches Einkommen würde 120.000 € betragen – wow! Doch nicht so schnell: ja, Newi-Code will seine Forschungs-/Gesundheitsabteilung ausgliedern, in eine eigene Gesellschaft, würde 10 % Anteil behalten, der Rest käme von privaten Sponsoren, das Grundkapital der neuen Gesellschaft würde 400 € (vierhundert!) betragen und ich wäre für alles unbeschränkt verantwortlich. „Unbeschränkt“ – kein Wort von „e.V.“ oder „GmbH“, kein Stellvertreter, keine Mitarbeiter, nichts! Die Gesellschaft würde da gegründet werden, wo ich will, man würde mich in ein kostenloses Newi-Code-Seminar setzen und fertig. Ich mache ein bisschen PR, werbe Kunden an, und dafür gibt’s 10 Riesen im Monat, einfach so, weil ich ja Politologe bin.
Gehirnwäsche ick hör Dir trappsen?
Möglich, aber interessanter ist sicher die wirtschaftliche Seite: ich werde zum Gesellschafter einer neuen Gesellschaft, Newi-Code lagert Schulden in diese aus, ich bin verantwortlich, unbeschränkt haftbar und darf daher blechen, wenn was schief geht. Der Staat schaut in die Röhre, die Gläubiger auch und über mir rauscht das Damoklesschwert der Insolvenz in Windeseile herunter.
Es fielen nicht ein einziges mal Worte wie „Pharmareferent“, „Verkauf“, „Apotheke“ oder „Provision“, nö, ich wäre nur ein Schuldenbüßer und das war’s.
Machen Sie sich mal den Spaß, lieber Leser, und googlen oder bingen Sie nach dem Newi-Code und was sich dahinter verbirgt – sie werden nichts finden.

Irgendwie war ich dann auch nicht enttäuscht, als ich 4 Tage später eine Mail bekam, in der mir der Guru mitteilte, dass ich leider nicht den Job bekäme. Schade aber auch, ich wollte schon immer mal 120.000 € bekommen, Gerichtssäle von der Anklagebank her sehen und bis an mein Lebensende Schulden begleichen, die ich nicht verursacht habe. Ja, das Leben ist wirklich ungerecht.

MFG IVI

Ironie ist …

Donnerstag, 17. September 2009

… wenn man ein DVD-Image saugt, welches aus 43 RARs besteht, die wiederum jeweils 3 RARs enthalten, welche dann nicht zu einem ISO entpackt werden, sondern zu einer DVD-Struktur, die dann geshrinkt werden muss, um sie danach mit AutoGK zu komprimieren.

MFG IVI

Physikstudenten …

Sonntag, 19. Juli 2009

Es gibt da eine ganze besonderes Spezies, ja, es ist eine Spezies für sich, denn Physikstudenten sind einfach unvergleichbar, die passen zu gar nichts, vor allem nicht zu Sinn und Verstand.

Was würden Sie machen, wenn in ultimativer Nähe ein schöner Park wäre, mit saftigen, grünen Wiesen, mit Grillplätzen und mit Beachvolleyballfeldern? Wenn Sie dort hingehen, sind die ein Mensch. Wenn Sie auf dem Parktplatz vor der Fakultät sich den Ball hin- und herknallen, sodass es weithin scheppert, dann sind Sie Physikstudent.

Was würden Sie machen, wenn Sie eine kleine Party veranstalten wollen und über einen Garten samt Laube in einer hübschen Kleingartenanlage verfügen? Wenn Sie diese nutzen würden, dann wären Sie ein Mensch. Wenn Sie aber direkt vor der Fakultät, auf einem 5m breiten Rasenstreifen feiern, dann sind Sie Physikerstudent.

Was, wenn zu Ihnen ein Vertreter des Studentenwerkes kommen würde, der Sie darauf hinweist, dass die Musikanlage extrem laut is und es zwischen 2 hässliche, großen Gebäuse heftig hin- und herschallt, wenn Sie sich mit diesm Vertreter auf 50cm Entfernung nur schreiend “unterhalten” können, weil es eben so laut ist? Wenn Sie die Anlage drosseln würden, wären Sie ein Mensch. Wenn Sie sagen würden “Nee, sind wir nicht, kommt vom Wohnheim.”, dann sind Sie ein Physikerstudent.

Was, wenn Sie sagen würden, dass ab 22:00 die Musik auf Normalniveau gedrosselt werden würde? Tja, wenn Sie dies täten, wären sie ein Mensch, wenn Sie das nicht tun, sind Sie Physikstudent.

Was verstehen Sie unter einer “Party”? Grillen? Hintergrundbeschallung? Angenehme Gespräche? Weizenkaltschale schlürfen? Vll. einen Cocktail? Das ganze in netter Atmosphäre? Ja? Nunja, ich auch. Wenn Sie sich aber auf unbequeme Stahlgitterbänken sitzen, die keine 10m von der Fakultät, in der Sie täglich x Stunden hocken, entfernt sind und den Subwoofer voll aufdrehen, brüllend Flaschen rumwerfen, ja dann sind Sie Physikstudent.

Wenn Sie im Studentenclub feiern, samt Grill und allerlei köstlichen Getränken, sind Sie ein Mensch. Wenn Sie stattdessen 10m weggehen, am Eingang zu einem grpßen Wohnheim rumlungern, alles vollräuchern, hunderte Zigarettenkippen auf den Boden werfen, nicht den Aschenbecher in 80cm Entfernung nutzen, Billigbier saufen, Flaschen zerdeppern, rumgröhlen – japp, dann sind Sie Physikkstudent.

MFG “Physik zu studieren macht doooof!” IVI

Studenten …

Mittwoch, 15. Juli 2009

Viele Mitglieder der “angehenden Elite” erwecken bei mir so gar keinen guten Eindruck.
Wenn man Studi ist, hat man ja mindestens mal das Abitur, also 12 Jahre Schule hinter sich, erfolgreich abgeschlossen, das “Denken” sollte einem daher nicht fremd sein, doch beim Konjunktiv bleibt es leider sehr sehr oft.

Die Deckel von Müllcontainern zumachen, damit es nicht reinregnet? Ach, wozu denn?
Nicht nachts um 2 lautstark am Fahrradständer vorm Wohnheim über Fußball diskutieren? Wann sonst?
Grafitti an die Hauswände? Ja, das muss natürlich sein.
In die Wände der Waschküche dumme Sprüche ritzen? Aber natürlich!
Aus dem Fahrradkeller Räder klauen? Na logo!
Auf einem Parkplatz Volleyball spielen, wo doch der tolle Park samt passenden Plätzen nur 50m entfernt ist? Viel zu weit!
Werbung im Briefkastenraum durch die Gegend schmeißen? Ja nur so geht’s!
In der Prüfungszeit nach Mitternacht Böller und Raketen aufs Wohnheim abfeuern? Spaß muss sein!
Sagen, man wäre nicht laut, dabei aber Schreien müssen, weil die Anlage auf Vollgas läuft? Logik rockt!
Morgens um 4 den Glascontainer füllen? Muss sein!
Kühlschrank im Partyraum ausschalten, wenn er nicht benutzt wird? Warum denn?
Auf einem Umfragebogen zur Wasser-Quali bei “Zimmer” die Hausnummer eintragen? Na was denn sonst?
Kollegen nach Kontaktadresse des Studentenclubs fragen, statt einfach 3 Etagen runter zum Club zu gehen? Wo ist das Prob?
In die Bio-Tonne Tetrapaks schmeißen? Ach, das ist nicht Bio?
Braunes Glas in den Weißglascontainer werfen? Bissle Farbe tut immer gut!
2 Monate den “Bitte entfernen”-Sticker auf dem Schrottrad ignorieren und dann meckern, wenn das Rad verschrottet wurde? Jaaa!
Sich wundern, warum sich Nachbarn beschweren, weil man auf einer peruanischen Kistentrommel (!) übt? Unklar, ey!
Als Austauschstudent als allererstes einen Subwoofer kaufen? Na, man muss Prioritäten setzen!
Jeden Monat wegen Überschreitung des Traffic-Limits gesperrt werden? Es sind doch nur 20GB, heul!
Trotz dutzender Verbotschilder das Treppenhaus zuquarzen? Verbotsschilder? Wo?
Leere Flaschen aus dem Fenster werfen. Nennt sich “Recycling”!

Ich wiederhole nochmal: es handelt sich hier nicht um “Assis”, es handelt sich um Studenten …

MFG IVI

Tage wie dieser …

Donnerstag, 30. April 2009

Kuckuck, ich bin ein Mittwoch!
Er beginnt wie jeder Tag, Punkt 00:00, und wie jeden Geisterstunde hänge ich am PC schreibe ach-so-tolle Koordinations-e-Mails. Irgendwan gen 1 hiefe ich mich ins Bett, vorher noch schnell MemTest angeworfen.
Es ist halb 7, der Wecker klingelt, Kiste läuft, starte neu, gehe Zähne putzen, Kiste crasht (logo, im IDLE-Modus…). Schmeiße Orthos an. Eine Stunde später fährt die StraBa genau vor meiner Nase weg. Ich hetze zur Fraktionssitzung, erscheine pünktlich, im Gegensatz zu den Stadträten übrigens.
90 mehr oder wenige interessante Minuten später ist’s überstanden. Ich harre der Dinge, vor allem einer Person, der ich erklären muss, dass die Reden vor dem Jugendausschuss und der Ratsversammlung “leicht” überdacht werden sollten, da das Springer-Pool-Konzept für städtische KiTas in ‘schland nirgends praktiziert wird. Ich packe mein ganzes mathematisches Fachwissen aus, um zu erklären, dass der offizielle Personalschlüssel großer Mist ist, die Kernzeit systematisch vernachlässigt wird. Ich packe mein ganzes mathematisches Wissen wieder ein und hole stattdessen ein simples Beispiel heraus. Mein Anliegen kommt an, wird verstanden. Wer denn nun die Reden halten wird, wann genau und wie ich die beiden Rednerinnen briefen soll, bleibt ungeklärt. Geht ja “erst” kommenden Montag los … ist ja viel Zeit … langes Wochendende eben. Ideen für die Rede haben die beiden Damen noch keine. Öhm?

Ich schnappe mir ein paar Plakate und tüdle in die Parteizentrale, will nur kurz vorbeischauen, denn “Überstunden” habe ich eh genug auf dem Konto, zudem bin ich hundemüde. 20 Minuten später finde ich mich im Keller wieder, es ist dunkel, kühl (schön!), feucht (nicht schön!), schmutzig (kein Kommentar), ich schleppe Zeuchs durch die Gegend, beklebe Pappen und Info-Stände. Anschließend werden die Plakat-Drähte zurechtgeschnitten. Damit die Wahlhelfer sich nicht schneiden oder stechen, will ich einen Draht umbiegen, um sich selbst wickeln, funktioniert super bis zu dem Moment, wo ich mich volle Kanne in den Mittelfinger steche. Nach 10 Minuten stoppt die Blutung, ich bin bedient.

Straba fährt natürlich auch auf dem Rückweg vor meiner Nase weg. Laufe zum ADFC, will noch die beiden letzten Plakate verteilen. Die Sonne heizt, das Sakko auch. Der ADFC hat schon Plakate, genügend sogar.

Endlich daheim, kurz ICQ und Mails checken. Orthos läuft seit 8h ohne Probleme. Oha, 5 neue Mails, schreibe umgehend Pressemeldung, zücke paralell den Taschenrechner, bekomme heraus, dass das neue Case nicht mit dem GraKa-Kühler kompatibel ist, schnreibe schnell warnende Mail. “Nebenbei” mit Schäfchen absprechen, wann Schrankentransponder wiederkommt und beschwere mich, dass die Putzkräfte nicht mehr den Partyraum putzen. Chat im Skype läuft auch rund, super Gehäuse, alles streng vertraulich natürlich, nur die Helden von PCGH und THG wissen noch Bescheid. Grmpf! Telefoniere wegen C3D herum, keine Zeit in Köln, lege auf, bekomme Anruf:
“Nanü? G.? Wie kommt’s?”
“Jo, hi, bist zum Wave-and-Gothic-Treffen in Leizig?”
“Ich befürchte ja.”
“Cool, dann sehen wir uns.”
Hmm, dabei wusste gar nicht, dass ich was mit den schwarzgekleideten Kindern was zu tun habe.

Kiste crasht, klar, hatte ja wieder nix zu tun, überlege mir, aus Spaß, mal ein paar Videos zu Zippen, dann hat die Kiste was zu tun und crasht nicht.

Stimmung am Boden. Inhalt der Kaffeekanne auch, setze mir einen großen Pott auf, schlürfe ihn aus, falle in einen seeligen Schlaf.

Wache auf, Kiste ist leider mit Zippe fertig, hatte nix mehr zu tun, crashte also mal wieder.

Kühlschrank leer. Bad News aus Familie, sowas wie “Anstand” gibt’s in BaWü nicht.

Schlange im Supermarkt geht mal wieder gar nicht voran, Azubi an der Kasse, Rentner (“Die 78 Cent hab ich passend.”) im Dutzend vor mir. Getränkekasten ist schwer, Finger fängt wieder an zu bluten, mein schönes Hemd hat nun rote Flecken. Gallseife ist natürlich alle, macht aber nix, denn die Waschmaschine ist eh defekt.

22 Uhr 07: will nur noch duschen, Kollege ist anderer Meinung, er will noch kurz vorbeikommen, diverse Aktionen klären.
23 Uhr 11: Kollege geht wieder.
00 Uhr 31: Meldung aus Dresden “Haben auch keinen Springer-Pool, aber wenn ihr was erricht, informiert uns bitte.” Toll, das habe ich aus Erfurt, Mainz, Heilbronn, Dessau und Postdam auch schon gehört. Bin ich hier Pateichef oder was? Schenkt mir 15 Mio € und die Sache geht klar!

Nun ja, heute kann ich bis 8 Uhr ausschlafen, bin gespannt, ob ich die 1000 Meter Draht noch mal sehe und vor den Als-Gäbe-Es-Kein-Morgen-Shoppern zum Einkaufen komme. Vielleicht darf ich ja auch ein Briefing machen … oder München meldet sich mal wegen den KiTas … oder …. oder ich lege mich in den Park, stelle ein Schild auf meine Brust, wo drauf zu lesen ist: “Nicht ansprechen! Entnervter träumt von Laser-Kanone, die nur er mit seinen Gedanken steuern kann”

MFG IVI

… war ja klar

Dienstag, 25. November 2008

Irgendwann am Vorabend lief der letzte Schluck Cola, der noch im Haushalt war, meine Kehle runter. Da ich nicht sitt war, musste Kakao ran. Da dieser nun auch geleert ist, heißt die Devise: auf zum Supermarkt.

Dürstend kippe ich Cola in den Becher und frage mich noch, warum eigtentlich zwo Becher auf dem Tisch stehen. Tjo, der war vom Kakao und der andere von der Cola (man muss ja nicht gleich einen neuen Becher nehmen). In welchen Becher ich in diesem Moment die Cola geschüttet habe, ist klar …
Es schäumt natürlich heftig, also lasse ich pustend den Schaum abschäumen, kippe fröhlich noch einen Schluck nach und denke noch so bei mir “Ob das gut geht?” Nö, Schaum schäumt natürlich heftigst über und als ich gerade noch die Kamera vor der Kakao-Cola-Brühe retten kann, fällt mir natürlich ein, was ich eigentlich noch eben einkaufen wollte: Küchentücher.

Prost!

IVIs Testblog (Teil 11)

Sonntag, 07. September 2008

Heute mit dem ganz großen “Hardware-Experten.de Special”

Die Experten in Sachen Hardware” erfreuen den Wissenden ja schon seit geraumer Zeit mit Blödsinn erster Güte und genau deshalb werden sie heute nochmals und en Detail in den Fokus gerückt, denn leider leider leider schreiben die Jungs da weiterhin so viel Bockmist, dass man auf einem Bock reitend und mit Bockwürsten werfend den Bockschrott aus deren Bockköpfen böckeln möchte.

Die Kategorie “Zubehör” ist eigentlich eine überflüssige, denn Kleinkram kann man nicht wirklich testen. HE schreckt dies aber nicht ab und so darf eine Notebook-Tasche in den “Test”. Schon der Beginn des Tests regt zum Schmunzeln an: “Selten hat ein Produkt so schnell den Markt erobert wie das Notebook” – auch so kann man eine Dekade negieren. Und wenn man etwas nicht testen möchte, formuliert man es einfach so: “Einziges Manko könnte die recht dürftige Polsterung der TCB-15 sein. Auf einen Sturztest mit unserem Redaktions-Notebook haben wir in diesem Fall lieber verzichtet.” Wenn etwas fehlt, hier ein Griff bzw. eine Halterung, dann schreibt man “Eine Tragevorrichtung ist hier eigentlich nicht nötig.” Klar, denn schon Plato wusste “Wer sein Notbook liebt, der trägt es immer schön unbequem im Arm”. Und weil mal “Kleinkram” nicht wirklich testen kann, schießt man halt noch ein Pic der Garantiekarte (gähn!).

HE is tauch immer gut für einen Klassiker, hier im Speziellen der “Wie-testet-man-ein-Gehäuse-ohne-es-in-Betrieb-zu-nehmen“: et voila

Aber es geht noch “besser”: ein HTPC-Gehäuse, von dem eine Menge Bilder geschossen werden… öhm, ja, tja, das war’s dann auch schon: “Gold” bekommt es trotzdem.

Was gibt man einer externen HDD, die langsam ist? Na klar: Gold.
Wie 63,5 MB/s bei der Schreibgeschwindigkeit zu Stande kommen sollen, ist sicher nicht einmal den Machern von USB2.0 bekannt. Dass eine 100MB-Datei nicht mal halb so schnell übertragen werden kann, ist da nebensächlich.

Wenn ein 550W Netzteil auf einem popeligen 200W-System schon messbare Spannungsschwankungen aufweist, klar unter 5V bleibt, keine Bilder vom Innenleben gemacht werden, kein Multimeter gezückt und keine Zusatzlast erzeugt wird, dann hat man einen lächerlichen Test vorliegen.

Aber es geht noch besser in Sachen Netzteil: das 550er Nexus ist kein schlechtes, ohne Frage, aber wenn man ein NT nicht “testet” (es gibt nicht einmal ein Bild, wo man sieht, dass das NT eingebaut wurde!) dann muss man sich etwas einfallen lassen, um auf irgendein Ergebnis zu kommen. HE schießt den Vogel ab, indem ein kleines Balkendiagramm belegen soll, wie gut das Nexus ist. Tjo, dumm nur, dass es keinerlei Erklärung für das Zustandekommen der 91 Punkte gibt. Dass es trotz des völlig überzogenes Preises dennoch Gold bekommt, wundert den wissenden Leser mittlerweile natürlich nicht mehr.


Quizfrage:
Woran erkennt man einen Menschen, der von Physik keine Ahnung hat, sich aber tierisch über physikalische Werte (Werbeaussagen) freut?

Jo, an einem Satz wie … sowie einer Beschleunigung von 2,5 Metern in der Sekunde sind wahre Traumwerte.” Danke übrigens auch für den tollen Screenshot der Sprachenauswahl bei der Software-Installation. Sowas beweist wirklich, dass man einen perfekten Sinn fürs Wichtige hat …

Puh, mir wird schlecht ob der verzapften Stoffwechselendprodukte, ich reiche den Staffelstab daher mal ein den Gastschreiberling ChrisK weiter …

Leider ist noch immer nich alles gesagt, denn die Realität spielt einfach nicht mit…

Aber erstmal eine gute Nachricht: Es stimmt nicht, dass die HE nie übertakten, in ihren “jungen Jahren” waren sie
richtig enthusiastisch. Man schaue sich nur den allerersten RAM-Test an (natürlich ohne Datum, weil Wertungen von Computerteilen auch nach Jahren ihre Aussagekraft nicht verlieren). Der arme G.Skill-RAM wurde von
533MHz auf wahnsinnige 547 getrieben
, nicht ohne den fast schon zynischen Satz “Die Übertaktung auf 547 Mhz dürfte noch nicht das Ende der Fahnenstange gewesen sein” im Fazit. Achso, halt, die RAMs wurden doch gequält, 58°C bei 1.8V schafft echt nicht jeder.

Gut, dass 13 MHz Overclock wenig sind, haben die HE dann auch irgendwann erkannt und diesen Riegel gleich von 800 auf 1066MHz übertaktet. Jetzt werden Sie sagen: “Moment mal, aber das war doch ein 1200er RAM, der langweilt sich doch bei 1066!?” Nunja, man muss halt mal den Durchsatz von Speichern exakt gleicher Taktung und Latenzen (und wahrscheinlich auch noch gleicher Chips) messen, auch wenn die Unterschiede in Promillebereichen liegen, die manch einer schon unbeschadet überlebt hat. Aber die angegebene und nicht getestete Frequenz von 1204 MHz verdient auf jeden Fall den Innovations-Award. Is klar, ne?

Nochmal zurück zu den aussagekräftigen Benchmarks: Der Patriot “triumphiert” hier mit 6908 MB/s bei Lesen und 2254 MB/s beim Schreiben. Ein kurzer Vergleich bei meinem RAM (875-4-4-4-12 *gg*) brachte lesend 7156 MB/s und schreibend 6242 MB/s. Den Kommentar spare ich mir jetzt dazu, aber nicht zu folgendem: Irgendwie haben sich die HE tatsächlich DDR3-Speicher organisiert. 1600 MHz-7-7-7-18 – das ist verdammt flink, sollte man meinen. Nunja, was schafft er denn beim Lesen? “Hier konnte sich der Speicher zwar deutlich gegenüber dem DDR2 Standard durchsetzen“, sagen die HE dazu. Mit 6916 MB/s. Das sind 8 mehr als beim Patriot und 140 weniger als bei meinem DDR2-875. Aber OK, beim Schreiben “war der Vorsprung schon wesentlich deutlicher”. Wie bitte? 4858 MB/s? Ich weiß ja nicht, wie die HE die 2000 MB/s in den anderen Tests geschafft haben, aber unter 5 GB/s sind schon sehr lächerlich für DDR3 (und auch für DDR2). Achso, und bei der Latenz gibt es mit 75.4ns “keinen wirklichen Vorsprung gegenüber den DDR2-Riegeln”. Müsste man dem Hersteller nicht seine Dankbarkeit für das über 140€-teure Testobjekt zeigen, könnte man auch Worte wie “langsamer”, “Rückstand” oder “DDR3 lohnt einfach noch nicht” finden, aber stattdessen verteilt man auch hier einen Innovations-Award.

Nun gut, das RAM-Testen scheint den Experten nicht so zu liegen (auch wenn sie das scheinbar wöchentlich mehrfach tun), aber es gibt ja zum Beispiel noch eine Kategorie “Sound / Audio”, vielleicht wirds ja da besser. Machen wir’s kurz: Zu den Ohrhörern von AKG wusste man scheinbar nicht so recht, was man schreiben sollte. Außer dass “Der Klang [...] als sehr ausgeglichen bezeichnet werden [kann]“, “die AKGs aber noch ausgeglichener” wirken und sie “mit einem sehr ausgewogenen Klangbild überzeugen”. Aus diesem Grund hat man nicht nur je ein Bild der Sicherheitshinweise und der Garantiekarte, sondern gleich 2(!) Fotos des Klinkensteckers eingebaut.

Die HE scheinen auch die einzigen zu sein, die sowas wie einen “Kopfhörereingang” vermissen und wenn Ultimate Ears gewusst hätte, dass man bei den HE bei Kopfhörern auf Sourround-Sound wert legt, hätte man sich vielleicht nochmal überlegt, ein Testexemplar zu schicken.

OK, mit Audio hat man’s also auch nicht so. Schaut man bei den Gehäuse-Tests rein, freut man sich darüber, dass man Fotos von ausgepackten Gehäusen und originalverpackten Zubehör zu sehen bekommt. Allerdings verkaufen sich Gehäuse bei Ebay auch besser, wenn da nie was eingebaut war… Jeder kann übrigens ausgiebiger testen, indem er sich einfach ein Gehäuse per Versand bestellt und bei Nichtgefallen zurücksendet, aber das hier nur am Rande.

So, gut, ich gebe es auf mit den Tests. Was haben wir denn sonst noch so? Ahja, Software, sehr schön. “Net Send Ultra”, das klingt gut und hat auch noch 100/100 Punkten. Und außerdem: “Der Spass ist bei diesem Programm vorprogrammiert.” Und was macht dieses Programm “Ähnlich wie beim Nachrichtendienst von Windows”? Es kann “über den Windows Nachrichtendienst Nachrichten verschicken”. Ahja, OK. Es scheint also doch noch Leute zu geben, die den Spam über den
Nachrichtendienst nicht leid sind und ihn deshalb nicht aktiviert haben. Gut zu wissen.

Aber das hier: HWE FilmOrganizer. Damit kann man seine ganzen Sicherheitskopien schön organisieren. Klappt prima, bis man irgendwas tut und 2 Fehlermeldungen kassiert. Aber man kann auch Leute speichern, an die man die Filme privat verleiht, mitsamt Adresse, Telefonnummer und email-Adresse. Damit die Männer in Grün nicht so lange suchen müssen, falls die mal ne Sicherheitskopie-Kontrolle machen. Aber man kann den Herren Polizisten ja auch noch mehr Arbeit abnehmen. Das Programm speichert alle Filme in einer Datei “FilmeOrganizer.mdb”. Die ist schon bei der Installation knapp 1MB groß. Ganz schön groß für 0 Filme, die muss man sich doch mal anschauen. OK, da stehen schonmal die ganzen Felder drin, deshalb also 1MB… Moment, was ist das ab Zeile 876? Cats & Dogs? Verliehen an Michi? Interessant. Die Teufelin, Das Experiment, Lilo & Stitch, Star Wars Episode 2, Pitch Black, Pearl Harbour… schöne Auswahl, aber vielleicht sollte man sowas dann doch für sich behalten, könnte vorteilhaft sein.

Immer wenn man denkt, es kann nicht schlimmer werden, kommt’s ganz dicke. Eine von den HE verlinkte Seite sind die
“Young Modders” (YM). Wo bei den HE DDR2-1200 Speicher wenigstens noch auf DDR2-1066 “übertaktet” wurde, heißen hier schon 792 MHz “overclocked”, “non-OC” sind DDR2-737… Da man bei YM scheinbar das eigene Mainboard überhaupt nicht beherrscht, gilt dieser Takt übrigens auch für eigentlich langsamere Speicher. Der einzige Grund, warum dieser Mushkin im Speicherdurchsatz dennoch gegen den edlen Kingston verliert (“hätte er auch noch ein paar mehr Leistungsfacetten erhalten können”), liegt darin, dass er im Single Channel Mode betrieben wurde.

Aber immerhin hat man den Humor nicht verloren. So ist der Grund, warum die YM nicht endgültig mit dem
Excelram zufrieden sind, einfach dieser: “In aktuellen Spielen gab es leichte ‘Ruckler’ welche aber beim Kingston KHX auch vorhanden waren“. Oder in der Einleitung des Tests der Mushkin XP2 8500 heißt es: “Wie dieser Speicher mit 1066 MHz wirklich ist und ob er sich takten lässt, das seht ihr alles bei uns!”. Getestet wurde der Speicher natürlich bei 737 MHz mit dem anschließenden Kommentar: “Wir haben den RAM noch übertaktet und bekamen ihn 100 MHz höher und das auch stabil.”. Selbstverständlich ohne Screenshots. Aber wer
zweifelt auch daran, dass der RAM bei mehr als 200 MHz unterhalb seiner Spezifikation stabil lief?

MFG IVI
mit freundlicher Untersützung von ChrisK

IVIs Testblog (Teil 10)

Donnerstag, 28. August 2008

Zum kleinen Jubiläum gibt es viel Irrsinn zu lesen, neben Klassikern aber auch ganz dreiste Sachen.

Nachdem sich Mihkailtech im letzten Testblog mit einem “Test” zum HOC9000 mit samt Aufzeigen des Unverständnisses von Technik im Forum blamiert hat, knüpfen sie sich dieses mal eine Lüftersteuerung vor. Die Kaze Master von Scythe ist bekannter Weise eine wirklich gescheite LS, aber wenn man sie testet, sollte doch auch bitte das Multimeter gezückt werden. Kein Wort zu Regelbereich und Maximallast pro Kanal lässt das “Review” zu einer banalen, langweiligen Bildershow verkommen. Sowas kleistert man binnen 5 Minuten zusammen … nunja, Scythe bekommt einen weiteren Award, Mikhailtech einen weiteren Artikel und ich einen weiteren Eintrag für meinen Blog.

Apropos Bildershow: Dreamwarecomputers hat da eine schöne zu Silverstones “FN”-Lüfterserie anzubieten, gehaltvolle Aussagen im Text findet man nicht, das gilt auch für solche “uninteressanten” Aspekte wie Anlaufspannung und Minimaldrehzahl. Obwohl mehrmals und lobend die Tacho-Singnalkabel erwähnt wurden, hat sich der “Tester” keine “Mühe” gemacht und mal gecheckt, wie die realen RpM aussehen, ab wann die Lüfter anlaufen. Stattdessen schießt er im Fazit den Vogel ab, wenn er bei “Cons” kritisiert “FN121 is sleeve bearing” – tjo, das zeugt von einem 1A-Unverständnis der Technik. 10 von 10 Punkten – die logische Folge.

Der Klassiker schlechthin im Blog sind ja Netzteil-Tests und diesmal schafft es Mediaplanet” mit seinem RoundUp in den Blog. Das Testsystem verbraucht real keine 210W – das “schwächste” NT leistet 580W, der Leistungshammer gar 1100W, dabei auch Gigabytes 800er “Odin”, welches allein 180€ kostet und ein NT mit Special Features ist. Da wundert es nicht, dass die NTs allesamt sehr nah bei einander liegen, 14W Maximaldifferenz bei Voll-Last … wow, echt aussagekräfig!

Einen ganz besonders dreisten “Test” darf man bei Nilz Online lesen. Aber gehen wir mal Punkt für Punkt vor:
Wenn man einen GraKa-Kühler testet, sollte man ihn doch eigtl. schon verbauen, oder? Nilz sieht das nicht so.
Hmmm, alle anderen Aspekte erübrigen sich ja hiermit eigtl. schon, denn wenn man einen Kühler nicht in Betrieb nimmt … öhm, das ist wie ein Steak nicht zu essen, wenn man Hunger hat, dann aber zu sagen, dass es lecker ist. Auf Deutsch zu sagen, dass man Englisch kann. Unter Wasser Luft zu atmen. Mit Napalm eine Buschbrand zu löschen … naja, oder einfach so richtig schönen Bockmist zu verzapfen. Ich frag mich nur, warum der Kühler nur den Silber-Award bekommen hat, ist er im Stand laut? Kühlt er die Tischplatte nicht perfekt? Ließ er sich nicht in die Hand verschrauben?

Gehäuse-Tests sind eine knifflige Sache, denn man muss viele Aspekte beachten, viel basteln, viele Bilder schießen. Wahrlich, Allround-PC hat den Gigabyte 3D Mars gut abgelichtet, aber die Unmenge an Fehlern und Problemen, die der Tower anbietet, wurden gekonnt übersehen.
Dass die flachen 80er Lüfter am NT-Käfig brummen, wurde nicht erwähnt.
Dass die leckeren 120er Lüfter bei 5V starten, wurde nicht getestet.
Dass HDDs im Käfig brummen und für einen fiesen Körperschall sorgen, wurde nicht gehört.
Dass die Slot-Blenden nur herausnehmbar sind, wenn man die ganze Front-einheit abnimmt und dass man da tierisch auf die scharfen Kanten aufpassen muss, bleibt unerwähnt.
Dass der ganze Tower recht klapprig ist und massive Probs mit Vibrationen hat, wurde gänzlich ignoriert.
Dass das Montage-System bei den 5,25″ Schächten eine Katastrophe ist, weil 90% aller Laufwerke schlicht nicht fest sitzen, fiel nicht auf.
Dass man einen “durchweg positiven Eindruck” gewinnt, ist die logische, doch gnadenlos falsche Schlussfolgerung.
Meine Schlussfolgerung? Entweder hatte Herr Schreiter bis dato nur mit 5€-Billigheimern zu tun oder aber er hat ein weltfremdes Verständnis von Qualität, Lautstärke und Praktikabilität.

Und auch die Jubiläumsausgabe meines Testblogs soll mit einem wirklich lesenswerten Artikel abgeschlossen werden. Diesmal soll “Extremetech.com” lobend erwähnt werden, denn deren Test zum Celsia Iceon 1000C offenbart nicht nur eine grauenvolle Leistung des Kühlers, sondern auch mit einem alles sagenden Satz “Celsia’s Iceon1000C is perhaps the worst CPU cooler we’ve ever tested.”

MFG “#11 gehört dann aber wirklich den Hardware-Deppen” IVI

IVIs Tesblog Teil 9

Samstag, 12. Juli 2008

… mit “hardware-experten.de”-Special

Es gibt viel zun, bestellen wir uns also eine Baldrianpizza.

Fangen wir mal mit einem Klassiker an: stellen Sie sich mal vor, es gäbe da einen CPU-Kühler, der weder besonders leise, noch besonders stark, dafür aber 30€ teuer ist. Kauft man sich sowas? Die Konkurrenz ist groß und deutlich überlegen (ein EKL Groß Clock’ner z.B. kostet auch unter 30€), der getestete Kühler ist klar auf Boxed-Niveau und hat null Killerfeatures. Vergibt man dafür einen Award? Nein? Doch! mods4you war so frei, dem SLC747 von Auras eine Auszeichnung zu verpassen. Da fragt man sich doch: “Was bedeutet “Auszeichnung” eigentlich?” Und wenn ein Kühler nur 3 von 5 möglichen Punkten erhält (also Schulnote 4!), sollte man da nicht eher vom Kauf abraten?

Quizfrage: spielt die Ausrichtung von Heatpipes eine Rolle für die Leistung? Ja? Natürlich, das ist seit Jahren bekannt. Leider nicht überall und so baute Mikhailtech.com richtig Bockmist.

Aber es kommt noch besser: ich war so frei und habe im dazu erstellen Thread des Forums eine Portion Aufklärung in die Runde schmeißen wollen … was dabei herauskam? Der Tester und der Mod verstehen die Sachlage nicht und wollen nicht (Gefahr des Fingernagelbruchs) den HOC9000 korrekt einbauen. Glauben Sie nicht? lesen Sie selbst – aber nicht zu sehr den Kopf schütteln ;)

Bühne frei, Hirn aus, Spot an … jetzt kommen die “Hardware-Experten”

Ein Test ohne Angabe eines Test-Systems: klick

Eine Mouse ohne einen Praxis-Test und Screenshot der Software: klick

Ein RAM-Test ohne eine einzige VDimm und ohne OC: klick

Ein Billig-Gehäuse, wo nicht mal ein Mainboard eingebaut wurde: klick

Ein 180€-OC-Mainboard, wo nicht ein Bench durchgeführt und Overclocking komplett igrnoriert wurde: klick

Und last but not least: ein Netzteil, welches nicht annähernd ausgelastet wird, welchem aber eine hohe Leistung attestiert wird, obwohl keine Leistungsmessung vorgenommen wurde und wo selbst die Spannungsmessungen via Board-Sensoren geschahen: klick – es geht noch deftiger: 1300W mit 200W genutzt: klick

So viel Inkompetenz und Dummheit muss man erst mal auf eine einzigen Seite zusammenbekommen – das ist eine Höchstleistung! Mein Vorschlag: ändert die Domain in “www.hardware-dilettanten.de“!

Aber nicht nur inhaltlich brillieren die HE, nein, auch die Artikulationsweise weiß zu gefallen – wenn man 14 Jahre alt ist und keine Ahnung von der doitschän Schprache hat. Als Beispiel soll mal dieser pseudo-kreative “Test” angeführt werden. Hier die Highlights:

“Der Luftstrom wird von hinten nach vorne weitergegeben. ” (Nobelpreis ick hör dir trappsen!)

“Der Hals kann nach Wunsch in jegliche Richtungen justiert werden.” (jeglicher Kommentar erübrigt sich hier)

“Im Design eines Repellers (Fachbegriff für Rotor einer Windmühle)…” (dumm nur, dass eine Windmühle durch Wind angetrieben wird, nicht selbst pustet, außerdem sehen die Flügel aus wie bei jedem x-beliebigen Luffi)

“Mit 10 Euro ist der Preis auch wirklich sommertauglich.” (für den Winter wären 12€ auch OK, oder?)

Und wenn man nichts zu sagen hat, wiederholt man sich halt: “Angeschlossen wird er über den USB-Port, Batterien oder ähnliches werden nicht benötigt. Der Ventilator versorgt sich ausschließlich nur mit Strom über den USB-Port.” / “Der “Arctic Breeze” ist ein variabler Tischventilator mit einem 1,5 m langen Kabel” / “Das 1,5 m lange USB-Kabel kann bei ” / “Mit seinem “Hals” und einer Größe von ca. 20 cm kann der “Arctic Breeze USB-Tischventilator” problemlos in nahezu jede Position gebracht und ganz individuell ausgerichtet werden.” / “Der Hals kann nach Wunsch in jegliche Richtungen justiert werden. ” / “Stufe 1″ mit 1200 U/min nahezu lautlos und selbst auf “Stufe 2″ mit 2000 U/min absolut “bürotauglich”.” / “Stufe 0 mit 0 U/min (also AUS), Stufe 1 mit 1200 U/min und Stufe 2 mit 2000 Umdrehungen pro Minute” / ”

So, calme toi IVI, calme toi … als Belohnung, lieber Rezipient, gibt es noch etwas richtig Gutes zu lesen: es geht mal wieder um den Scythe Orochi, den Super-Duper-Mörderkühler, um den es recht ruhig geworden ist, nachdem mal ein paar seriöse Tests herausfanden, dass er eine mehr als grenzwertige Konstruktion ist. Als neusten Vertreter der “DAS ist ein echter Test”-Ära darf hardwarelogic.com heute angeführt werden – und die Jungs lassen es krachen ;)

MFG “das nächste mal ist r3view.de dran” IVI